Auf Tipps gegen Nagelpilz deutendes Handzeichen

Foto: © Africa Studio – fotolia.com

Eine Nagelpilzinfektion (in der Fachsprache Onychomykose genannt) entsteht durch verschiedene Erreger. Sie heilt selten von alleine.

Lesen Sie hier, wie Sie Nagelpilz behandeln und ihm effektiv vorbeugen.

Eine Nagelpilzinfektion (Onychomykose) wird durch verschiedene Erreger hervorgerufen. Sie heilt selten von alleine. Lesen Sie hier, welche Verhaltensmaßnahmen Sie bei Nagelpilz treffen sollten und wie sie Nagelpilz effektiv vermeiden und vorbeugen.

Nagelpilz behandeln – Hautpilz vorbeugen

Sie haben sich mit Nagelpilz angesteckt? Dann müssen Sie aufpassen, dass sich der Erreger nicht zusätzlich auf der Haut ausbreitet. Wir haben für Sie die besten Tipps zum Umgang mit einer Nagelpilzinfektion zusammengestellt.

  • Socken zuerst anziehen: Ziehen Sie beim Ankleiden zuerst Ihre Socken und dann die Unterhose und weitere Kleidungsstücke an. So vermeiden Sie bei einer Fußnagelpilzinfektion, dass weitere Kleidungsstücke in Kontakt mit infizierten Hautschuppen kommen.
  • Schmutzige Socken extra lagern: Heben Sie Ihre benutzten Socken während einer Nagelpilzinfektion in einer separaten Tasche auf. So verhindern Sie eine Übertragung infizierter Hautschuppen auf andere Kleidungsstücke.
  • Einwegfeilen verwenden: Nutzen Sie während einer Nagelpilzinfektion ausschließlich Einwegfeilen und entsorgen Sie diese nach einmaligem Gebrauch. Geben Sie außerdem darauf acht, dass Sie beim Feilen keine infizierten Nagelspäne im Raum verteilen.
  • Nagelschere desinfizieren: Desinfizieren Sie Ihre Nagelschere nach dem Schneiden infizierter Nägel mit Alkohol oder durch Abkochen.
  • Mehrere Handtücher verwenden: Benutzen Sie nach dem Baden oder Duschen getrennte Handtücher für Ihre mit Nagelpilz befallenen Füße oder Hände und für den Rest des Körpers.
  • 60°C-Wäsche: Wäsche, die in Kontakt mit dem Nagelpilz gekommen ist, sollten Sie mindestens bei 60°C waschen. Für empfindlichere Stoffe verwenden Sie gegebenenfalls einen Hygienespüler.
  • Schuhe mit Pilzspray desinfizieren: Desinfizieren Sie Ihre Schuhe mit einem pilzabtötenden Schuhspray. Das verhindert eine Wiederansteckung oder Ausbreitung des Nagelpilzes auf weitere Zehennägel.

Nagelpilz vermeiden – so geht´s

An Nagelpilz kann grundsätzlich jeder erkranken. Doch einige Risikofaktoren begünstigen eine Nagelpilzinfektion. Wir haben für Sie die wichtigsten Risikofaktoren für Nagelpilz zusammengefasst. Und wir verraten Ihnen die wichtigsten Tipps, wie Sie diese Risiken umgehen.

Ausrufezeichen

Zu enge Schuhe: Zu enge Schuhe drücken permanent auf Ihre Fußnägel. Das kann zu Mikroverletzungen führen. Diese erhöhen das Infektionsrisiko, denn sie bieten Pilzen eine ideale Eintrittspforte.

Tipp: Achten Sie beim Kauf von Schuhen darauf, dass diese bequem sind und nicht drücken. Atmungsaktive Schuhe aus Leder oder anderen atmungsaktiven Materialien beugen Nagelpilz zusätzlich vor, weil die Wärme und der Fußschweiß entweichen können. Lüften Sie getragene Schuhe ausreichend lang, bis sie trocken sind. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, besorgt sich einen pilzabtötenden Spray und desinfiziert seine Schuhe in regelmäßigen Abständen.

Ausrufezeichen

Sport: Sportarten wie Joggen, Tennis, Fußball oder Wandern sind für die Fußnägel belastend. Durch häufige Richtungswechsel, plötzliches Abstoppen oder kurze Sprints stoßen die Zehen in einem fort gegen die Schuhspitze. Die Folge sind Mikroverletzungen am Nagel, durch die Pilze leicht eindringen können.

Tipp: Durchgeschwitzte Sportschuhe benötigen 24 Stunden, bis sie wieder richtig trocken sind. Benutzen Sie möglichst zwei Paar Sportschuhe im Wechsel. So bleibt dem „verschwitzten“ Paar genug Zeit zum Trocknen.

Ausrufezeichen

Schweißfüße: Pilze lieben aufgequollene Schweißfüße. Das feuchtwarme Klima in verschwitzten Schuhen ist eine ideale Brutstätte für Nagelpilz.

Tipp: Wechseln Sie Ihre Strümpfe und Socken täglich. Absolut tabu sind Socken aus synthetischen Materialien. Diese halten die Feuchtigkeit. Besser sind atmungsaktive Socken aus reiner Baumwolle, die bei mindestens 60°C gewaschen werden können. Sie senken das Risiko einer Nagelpilzinfektion zusätzlich, indem Sie einen Hygienespüler verwenden.

Ausrufezeichen

Nagelverletzungen: Ein eingeklemmter Finger, eine Schlag- oder Schnittverletzung erhöht das Risiko, sich einen Nagelpilz am verletzten Nagel zuzuziehen. Auch falsche Nagelpflege kann einen Nagelpilz begünstigen.

Tipp: Senken Sie das Verletzungsrisiko, indem Sie Ihre Nägel regelmäßig mit einer hochwertigen Nagelschere kürzen.

Ausrufezeichen

Schwimmbäder: Pilze lieben das feuchte und warme Klima in Schwimmbädern, Sauna und Dampfbad. Die Pilzkeime lauern auf feuchten Bodenfliesen. Ohne Badeschlapfen sind Sie ein willkommenes Opfer.

Tipp: Bewegen Sie sich in öffentlichen Bädern oder Duschen niemals barfuß. Tragen Sie Badeschlapfen oder Flip-Flops. Trocknen Sie Ihre Füße und Zehenzwischenräume nach dem Baden sorgfältig ab.

Ausrufezeichen

Urlaub: Überall dort, wo Menschen barfuß unterwegs sind, besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko. Nagelpilzgefahr lauert zum Beispiel in öffentlichen Duschen, im Wellnessbereich oder im Hotelteppich.

Tipp: Wie in öffentlichen Schwimmbädern gilt: Badeschlapfen oder Flip-Flops sind ein Muss, wenn Sie einen unliebsamen Nagelpilz vermeiden möchten.

Ausrufezeichen

Leihschuhe: Neben geliehenen Skischuhen bergen auch Bowling- oder Schlittschuhe das Risiko, sich mit einem Nagelpilz anzustecken. Auch Socken bieten keinen ausreichenden Schutz gegen verpilzte Hautschuppen und Pilzsporen.

Tipp: Tragen Sie deshalb niemals Schuhe von anderen Menschen. Es besteht immer die Gefahr, sich mit Pilzsporen des Vorgängers zu infizieren.

Ausrufezeichen

Diabetes: Durchblutungsstörungen und die verringerte Schmerzwahrnehmung erhöhen bei Diabetikern das Risiko, sich mit Nagelpilz anzustecken. Der erhöhte Blutzucker bietet den Pilzen eine zusätzliche Nahrungsquelle.

Tipp: Nicht nur bei Diabetikern geht einem Nagelpilz oft eine Fußpilzinfektion voraus. Denn beide Pilze haben den gleichen Erreger. Deshalb sollten Sie eine Fußpilzinfektion immer frühzeitig behandeln.

Ausrufezeichen

Genetische Faktoren: Einige Menschen haben eine genetische Prädisposition, an Nagelpilz zu erkranken.

Tipp: Hygiene und Sorgfalt bei der Behandlung sind bei einer erblichen Veranlagung besonders wichtig, da auch im Haushalt lebende Kinder oder Enkelkinder ein erhöhtes Risiko in sich tragen können.